Das Frauen-, Jugend- und Entwicklungsprojekt in Nigeria hilft, die Arbeitslosenzahl zu reduzieren und benachteiligte Bevölkerungsgruppen auf dem Weg in den Arbeitsmarkt zu unterstützen.
Die Arbeitslosen- und Armutsrate ist in Afrika und speziell in Nigeria sehr hoch. Es muss dringend etwas getan werden um die Situation in Nigeria zu beruhigen – dafür brauchen wir die Hilfe von Freiwilligen. Diese Art von Projekt ist nicht nur hochinteressant, sondern auch einzigartig und vor allem vielversprechend.
Das Projekt beinhaltet zwei Komponenten: die Auslöschung der Armut, die wiederum einhergeht mit der Verteilung von Minikrediten. Wir arbeiten mit anderen Jugend- und Frauenhilfsprojekten zusammen, um kleine Unternehmen aufzubauen, die ein Einkommen garantieren, von dem die Dorfbewohner leben können. So wird nicht nur die Armut eingedämmt, es werden auch Arbeitsplätze geschaffen, sodass die Arbeitslosenrate zurückgeht.
Ziel dieses Projekts ist es, den Dorfbewohnern in kleinen Gruppen Englisch beizubringen und grundlegende Marketingstrategien näherzubringen, sodass sie in der Arbeitswelt erfolgreich sein können. Auch praktische Fähigkeiten werden je nach Wunsch vermittelt, so besteht etwa die Möglichkeit für die Dorfbewohner zu erlernen, wie man Kleidung, Seife oder Kunstgegenstände herstellt.
Am Ende ihrer Ausbildung bekommen die Teilnehmer kleine Kredite, die sie für den Einstieg in die Arbeitswelt (etwa die Gründung eines eigenen Gewerbes) verwenden sollen.
Die Freiwilligen können ihre Arbeit am Entwicklungsprojekt auch mit anderen Projekten kombinieren.
Projektbeginn:
Die Projekte laufen über das ganze Jahr. Daher starten die einzelnen Einsätze auch zu individuellen Zeitpunkten, die wir individuell mit der Organisation und dir abstimmen.
Zeitpunkt der Anreise:
Es ist immer sehr angenehm, ein paar Tage vor Projektbeginn anzureisen. Du hast dann genug Zeit,dich von der Reise zu erholen und erste Ausflüge zu machen. So kannst du dich akklimatisieren und deine Gastfamilie, Land und Leute kennenlernen.
1.Tag (Sonntag)
Ankunft Lagos (Murtala Mohammed) International Airport (Flughafen Code LOS )
Du wirst am Flughafen in Lagos landen und dort von einem Mitarbeiter vor Ort abgeholt und in eine Gastfamilie gebracht. Diese wird für die nächste Zeit deine Unterkunft sein. Nachdem du angekommen bist und dich eingerichtet hast, steht dir der restliche Tag zur freien Verfügung. Erhole dich von deiner langen Reise, nimm dir Zeit für dich selbst und lasse alle Eindrücke auf dich einwirken. Vor allem aber solltest du dich möglichst schnell an die neue Zeit vor Ort gewöhnen um den Jetlag zu überstehen.
Solltest du keinen Flug zum gewünschten Datum finden, ist es empfehlenswert einen Tag früher als geplant zu kommen. Wir können für dich einen Flughafentransfer sowie eine Unterkunft für einen Tag organisieren.
2.Tag (Montag)
Projekteinführung
Den ganzen Tag über findet unser Orientierungsprogramm vor Ort statt. Unser Team vor Ort informiert dich über Land und Leute, kulturelle Besonderheiten und natürlich über Dos und Don’ts. Während deines Freiwilligenaufenthaltes, lebst du in einer Gastfamilie. Dort nimmst du gemeinsam mit der Familie alle Mahlzeiten (Frühstück, Mittagessen, Abendessen) ein. Auf diese Weise lernst du die Kultur kennen, wirst direkt in die Gemeinschaft des Ortes indem du arbeiten wirst eingebunden und schließt so schnell neue Freundschaften. Alle Unterkünfte befinden sich nur wenige Minuten entfernt vom Projekt und sind bequem mit Verkehrsmitteln oder zu Fuß zu erreichen. Außerdem wohnen alle Gastfamilien in der Nähe zu Supermärkten, Internetcafés, Bars, Restaurants und weiteren Einkaufmöglichkeiten. Ein perfekter Einstieg für die weiteren Monate ist geschaffen.
3.Tag (Dienstag) – 6.Tag (Freitag)
Der Arbeitsalltag beginnt
Dies ist deine erste Chance dir ein Bild von Nigerias Wirtschaftslage zu machen. Beim dem Projekt wirst du in erster Linie mit Frauen- und Jugendorganisationen zusammenarbeiten und helfen den Dorfbewohnern ein Gewerbe ins Leben zu rufen („Micro Economic Venture“), das ihnen ein Einkommen ermöglicht und gleichzeitig die Arbeitslosigkeit eindämmt.
Die Freiwilligen bringen den Dorfbewohnern Englisch bei sowie Marketing- und Werbestrategien bei und bringen sie so auf den richtigen Weg, ihr eigenes Gewerbe zu starten.
Sie werden nicht nur in wirtschaftlichen Dingen unterrichtet, sondern erlernen je nach Wahl auch praktische Fertigkeiten wie etwa die Herstellung von Kerzen, das Entwerfen und Herstellen von Kleidung, Seife, Computerfähigkeiten und sehr viel mehr.
Am Ende ihrer Ausbildung erhalten die Teilnehmer kleine Kredite als Startkapital, damit sie in der Arbeitswelt Fuß fassen können.
So werden Arbeitsplätze erschaffen und die Armut wird durch das Einkommen, das die Bewohner aufgrund ihres Knowhows jetzt verdienen, eingedämmt.
7. Tag (Samstag) – 8.Tag (Sonntag)
Wochenende = Freizeit!!
Alle Wochenenden stehen dir immer zur freien Verfügung. Du kannst Ausflüge in die nähere Umgebung der Megastadt Lagos machen, je nach Projektstandort. Umliegende Nationalparks, wie z.B. der Yankari Nationalpark, mit den letzten großen Elefantenpopulationen Nigerias. Auch der Tschad-See, der älteste See der Welt ist einen Besuch wert. Darüber hinaus gibt es noch die Kultulandschaft von Sukur mit ihren gut erhalten Dörfern, die auf Terrassen angelegt sind. Nigeria bietet jede Menge Möglichkeiten seine Freizeit zu verbringen.
Folgende Wochen
Montags bis Freitags verbringst du beim Entwicklungsprojekt. Deine Wochenenden sind natürlich frei und du kannst tun und lassen was immer dir gefällt.
Letzter Tag (Sonntag)
Es ist Zeit „Auf Wiedersehen“ zu sagen und sich von all deinen neuen Freunden zu verabschieden. Nun geht es Richtung Flughafen oder du setzt deine Reise durch Nigeria bzw. Afrika fort.
Volontäre werden in sorgfältig ausgewählten Gastfamilien untergebracht. Dort wird dir ein eigenes Zimmer zur Verfügung gestellt und du erhältst alle drei Mahlzeiten (Frühstück, Mittagessen, Abendessen), welche du auch gemeinsam mit deiner Gastfamilie einnimmst. Darüber hinaus wird einmal die Woche deine Wäsche für dich gewaschen. Du bist vollkommen in die Familie integriert und kannst an deren Aktivitäten mit teilnehmen.
Du bekommst somit einen direkten Einblick in die Kultur und Gesellschaft Nigerias. Deine Gastfamilie kann ein verheiratetes Ehepaar oder eine einzelne Person mit oder ohne Kinder und/oder Haustiere sein. Alle Gastfamilien wohnen in der Nähe zu Supermärkten, Internetcafés, Poststellen, Einkaufszentren, Bars, Restaurants, etc.
Megastadt Lagos
Mit knapp 12 Mio. Einwohner ist diese Megastadt nicht nur eine der größten Städte Afrikas, sondern auch weltweit. Neben Kinshasa und Kairo zählt sie zu den bevölkerungsreichsten Städten des Kontinents. Sie ist auch wichtiges Wirtschafts- und Kulturzentrum der Region. Ein Magnet der Stadt sind vor allem ihre schönen Stränden und Inseln entlang des Golfs von Guinea. Zudem ist die Stadt Hauptsitz der nigerianischen Filmindustrie ‚Nolloywood‘ . Weitere Sehenswürdigkeiten sind das Nationalmuseum sowie das National Arts Theater.
Tschad-See
Der Tschad-See ist ein abflussloser Binnensee gelegen im Ländereck Kamkerun, Nigeria, Niger und Tschad. Der Tschad-See wear in den letzen Jahren häufig in den Schlagzeilen aufgrund seines beängstigend schnell sinkenden Wasserstandes. In der Nähe seines Ufers fanden Archäologen Funde aus Keramik, die zu den ältesten Westafrika gehören.
Yankari National Park in Nord-Nigeria
Der Yankari Nationalpark ist der größte Wildpark des Landes und beherbergt nicht nur zahlreiche Tiere und Pflanzen, wie riesigen Elefantenherden, Leoparden, Affen und Büffeln sowie seltene Vogelarten, sondern ist auch eine wichtige Einnahmequelle. Denn der Park fördert und unterstützt den Ökotourismus in Nigeria.
Kulturlandschaft von Sukur
Im Nordosten befindet sich zum UNESCO Weltkulturerbe gehörende Landschaft Sukur. Die hügelige Landschaft beheimatet gut erhaltene Dörfer, die auf Terrassen angeordnet sind. Die umliegenden Dörfer werden von einem Häuptling aus einem Palast beherrscht. In früheren Zeiten waren die Dörfer und vor allem der Häuptling wohlhabend durch die florierende Eisenindustrie geworden.
Visa
Für deutsche Staatsangehörige ist für die Einreise nach Nigeria ein Visum erforderlich. Das Visum sollte mindestens 1-2 Wochen vorher beantragt werden. Für die Einreise ist ein Reisepass nötig, der noch mindestens 6 Monate gültig sein muss. Außerdem notwendig sind ein Passfoto, eine Einladung aus Nigeria, die in Ihrem Fall von Ihrem Arbeitgeber erfolgt, die Gebühr für die Visumserteilung (55€) in bar, eine Gelbfieber-Impfbescheinigung, ein Rückreisenachweis sowie einen Nachweis über ausreichende Geldmittel (mindestens 2 500€).
Für die Beschaffung eines Visums kann der Visumsantrag und der Pass sowie den Zahlungsbeleg über die anfallende Gebühr postalisch an das Konsulat geschickt werden oder persönlich vorgelegt werden, sodass sich die Bearbeitungszeit verkürzt. Die Antragsdauer beträgt etwa 7 Tage. Das Visum kann in Nigeria verlängert werden, hierzu wendet man sich an den Nigeria Immigration Service.
Hier kannst du das Visa-Antragsformular für Nigeria herunterladen.
Bei weiteren Fragen wende dich an die konsularische Abteilung der nigerianischen Botschaft in Berlin. Die Adresse findest du hier:
Ø http://www.nigeriaembassygermany.org/
Weitere Informationen zum Auswärtigen Amt und weiteres findet ihr hier: Vorbereitungen....
Impfungen
Für einen Aufenthalt in Nigeria sollte man sich standardmäßig gegen Diphtherie, Tetanus, Polio, Keuchhusten, Mumps, Masern, Röteln, Hepatitis A und als Freiwilliger auch gegen Typhus sowie Meningokokken-Meningitis impfen lassen. Es gibt auch kombinierte Hepatitis A und B Impfungen. Vor allem wenn man als Volontär für eine längere Zeit in Nigeria bleiben wird, ist Hepatitis B ein Muss. Gelbfieberimpfungen sind Pflicht. Darüber hinaus gilt ein ganzjährig ein Malaria-Risiko im ganzen Land sowie in den Küstenregionen. Hierbei handelt es sich fast ausschließlich um die gefährliche ‚Malaria Tropica‘. Diese Krankheit kann auch erst nach Wochen oder Monaten ausbrechen, in diesem Fall sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden. Es ist in jedem Falle zu empfehlen sich vor allem in den Abendstunden mit langer Kleidung, Moskitonetzen und insektenabwehrenden Mitteln zu schützen. Darüber hinaus gibt es eine Malaria-Prophylaxe, bei der man Medikamente eine Woche vor Reisebeginn bis vier Wochen nach Reisebeginn einnimmt. Jedoch können diese Medikamente zu starken Nebenwirkungen führen, sodass unbedingt vorher ein Arzt konsultiert werden sollte. Je nach Aufenthaltsbedingungen und Reisestil sollte man sich gegen Cholera, Tollwut und Pneumokokken impfen lassen. Besondere Risiken bilden vor allem Darminfektionen, Meningokokken-Meningitis sowie Bilharziose. In jedem Fall sollte vorher ein Arzt konsultiert werden oder man informiert sich direkt bei Impfberatungsstellen eines Tropeninstitutes.
Mehr Informationen findet ihr hier: Vorbereitungen....
Flüge
Viele Fluggesellschaften fliegen von Frankfurt oder München nach Lagos (Murtala Mohammed) Int. Airport . Es gibt Direktflüge (ohne Stopp) und Indirekte Flüge (1 oder mehr Stopps).
Mehr Informationen findet ihr hier: Flüge....
Auslandsreisekrankenversicherungen
Wer kann sich mit einer Auslandskrankenversicherung versichern lassen?
Versichern lassen für einen Auslandsaufenthalt, von einem Monat bis zu 12 Monaten sowie 12 Monate bis zu 48 Monate, können sich Sprachkursteilnehmer, Studenten (Auslandsstudium, Auslandssemester), Praktikanten (Auslandspraktikum) sowie Freiwillige.
Was beinhaltet eine Auslandskrankenversicherung?
Folgende Behandlungen sind meistens in Standardversicherungen mit inbegriffen:
· Ärztliche Behandlungen
· Stationäre Behandlungen (Krankenhausbehandlungen)
· Transportkosten zum nächstgelegenen Krankenhaus
· Arznei- und Verbandsmittel
· Rücktransport ins Heimatland
· Zahnbehandlungen
Es gibt zahlreiche Anbieter, bei denen du online eine Auslandsreisekrankenversicherung sowie weitere Leistungen abschließen kannst. Der Online-Vertragsabschluss ist sehr bequem, da man direkt alle Formalitäten online zusendet und den gültigen Versicherungsschein zurückgesendet bekommt, sodass man diesen nur noch ausdrucken muss.
Beispielsweise bietet www.auslandskrankenschutz.com speziell für Studenten abgestimmte Tarife
Weitere Reisekrankenversicherer
· AXA: http://www.axa.de/
· DKV: www.dkv.com/index.html
· Hanse Merkur: http://www.hansemerkur.de/
· Signal Iduna: http://www.signal-iduna.de/
Simon ist bei Studentsgoabroad.com für die Volunteervermittlung in Afrika zuständig. Er hat einen Hochschulabschluss in Soziologie und bildet sich gerade in Wirtschaftsfragen weiter. In seiner Organisation, die ihren Hauptsitz in Südafrika hat, aber Programme in u.a. Senegal, Indien und Ghana betreut, ist er als International Program Director tätig. Warum Simon mit Studentsgoabroad.com Kooperiert? Er ist für jede Hilfe dankbar, die nach Afrika gebracht wird.
Geographische Eingrenzung:
Nigeria grenzt an Benin, Niger, Tschad und Kamerun. Das Landschaftsbild ist durch die beiden Flüsse Niger und seinen Nebenfluss Benue geprägt, die in Nigeria im Nigerdelta zusammenfließen.
Nigeria ist bekannt für seine Artenvielfalt und weist die größte Anzahl von Schmetterlingsarten der Erde auf.
Im Nordwesten des Nigers befindet sich das Hochland und der Südosten des Benues ist vom Mambilla Plateau, dem höchsten Plateau Nigerias geprägt. An der Grenze zu Kamerun befindet sich dichter Regenwald, in dem einige endemische Affenarten leben.
Die Vegetation in der Mitte Nigerias ist eher karg mit savannenartigem Landschaftsbild.
Im äußersten, sehr trockenen Nordosten des Landes liegt der Fluss Tschad, der zwischen Nigeria, Niger, Tschad und Kamerun liegt.
Bevölkerung:
Nigeria hat mit über 150 Mio. die größte Einwohnerzahl Afrikas. Die Bevölkerung ist relativ gleichmäßig in städtischen und ländlichen Gebieten verteilt. Über die exakte Einwohnerzahl wird allerdings gestritten, da genaue Volkszählungen sich schwierig gestalten. Das Bevölkerungswachstum und die Geburtenrate in Nigeria gehören zu den höchsten der Welt, etwa 20% der farbigen Weltbevölkerung lebt in Nigeria. Über 40% der Bevölkerung sind unter 14 Jahre alt, was ein spezielles Merkmal von Entwicklungsländern ist.
Die Lebenserwartung beträgt nur 47 Jahre, was auf die armen Lebensverhältnisse und die schlechte Gesundheitsversorgung zurückzuführen ist (nur etwa die Hälfte der Bevölkerung hat Zugang zu sauberem Trinkwasser). Verglichen mit anderen afrikanischen Ländern ist die HIV/AIDS-Rate relativ gering, allerdings sind Malaria und Cholera weit verbreitet.
Religion:
In Nigeria sind der Islam und das Christentum die beiden am weitesten verbreiteten Religionen. Sie sind zahlenmäßig fast zu gleichen Anteilen (50% Islam, 48% Christentum) vertreten. Im Norden leben vor allem Muslime, während das Land im Süden christlich geprägt ist. Dennoch kommt es häufiger zu Auseinandersetzungen zwischen den Anhängern der beiden Religionen. Es gibt etwa gleich viele Protestanten wie Katholiken unter den Christen.
Vor allem Gläubige der traditionellen Religionen machen den restlichen Prozentsatz aus, denen auch immer mehr Christen und Muslime beitreten.
Landessprachen:
Die aktuelle Zahl aller Sprachen, die in Nigeria gesprochen werden, beträgt 521. Die Einführung des Englisch als Amtssprache, deren Ursprung die englische Kolonialzeit in Nigeria ist, sollte dem Land eine linguistische Einheit geben, während trotzdem auch Yoruba, Igbo und Haussa anerkannte Amtssprachen sind. Sie sind unter der Bevölkerung am meisten verbreitet, während Englisch vor allem Unterrichtssprache ist und für bürokratische Angelegenheiten verwendet wird. Indigene Sprachen sind aber nach wie vor vorherrschend.
Wenn englisch gesprochen wird, ist es oft das nigerianische „Pidgin English“, auch „Gebrochenes Englisch“, das sich von der eigentlichen Sprache abhebt.
Klima:
In Nigeria gibt es insgesamt vier verschiedene Klimazonen, die sich wesentlich voneinander unterscheiden.
Im Süden ist das Klima von Monsunwinden geprägt. Die Temperaturen betragen das ganze Jahr über recht konstant 26-28°C mit großen Niederschlagsmengen, die im August und von Anfang Dezember bis Ende Januar weniger werden.
Im Zentrum Nigerias herrscht tropisch-feuchtes Klima, das seine Regenzeit von November bis März hat. In der Trockenzeit kann es sehr heiß werden, während es in der Regenzeit abkühlt.
Im Norden herrscht tropisch-trockenes Klima, sodass es nur 3 Monate im Jahr zu Regenfällen kommt. Die Temperaturen betragen bis zu 40°C.
Im Hochland, dessen Berge über 1000m hoch sind, bleibt es das ganze Jahr über recht kühl.
Geschichte:
In vorkolonialer Zeit wurde Nigeria vor allem durch diverse Königreiche beherrscht, wie etwa das der Yoruba und der Haussa
Ab 1861 wurde Nigeria durch England kolonisiert. Die Herrschaft Englands über Nigeria wurde erst etwa 100 Jahre später, 1960, durch die Unabhängigkeit aufgehoben. Das Land erhielt eine föderale Verfassung und wurde zur Republik
Es kam zu Wahlmanipulationen und inneren Unruhen, sodass das Militär die Macht übernahm
In den folgenden Jahren wurden 3 Republiken ausgerufen, die alle scheiterten
In den 70ern wurde die Wirtschaft stark durch einen Öl-Boom geprägt, der Nigeria zum größten Ölexporteur Afrikas machte
Bis 1993 regierte Babangida das Land. Innerhalb seiner Amtszeit wurden die Bemühungen der vorigen Präsidenten um einen Demokratisierungsprozess praktisch lahm gelegt und Korruption und Unterdrückung standen an der Tagesordnung.
Neuer Präsident wurde der Sani Abacha, einer der brutalsten Militärdiktatoren Nigerias
Nach Abachas Tod wurde in Nigeria allmählich wieder auf den Weg zur Demokratie geführt und der ehemalige Militärpräsident Obasanjo wurde Präsident der IV. Republik.
Politische Situation:
Die Wahlen in Nigeria werden national und international kritisiert, oft werden sie im Nachhinein korrigiert oder es finden Neuwahlen aufgrund von Fehlern statt.
Präsident Obasanjo versuchte, die Korruption zu bekämpfen, was ihm nur teilweise gelang. Die Wirtschaft wurde auf makroökonomischer Ebene gestärkt.
Seit 2006 steigt die Kriminalität und Gewalt gegenüber Ölarbeitern und Sicherheitskräften im Nigerdelta stark an. Es kommt häufiger zu Entführungen von Ölarbeitern durch Militanten.
Die Komplexität der linguistischen und ethnischen Gruppen stellt auch auf politischer Ebene ein Problem dar, da es immer wieder zu gewalttätigen Übergriffen zwischen den Gruppen kommt, die sich politisch je nach Präsident oft benachteiligt fühlen.
1999 wurde die Scharia-Gesetzgebung eingeführt, die u.a. Tod durch Steinigung und Amputationen als Strafen vorsieht. Die Steinigungsurteile wurden allerdings aufgehoben.
Die Scharia-Gesetzgebung steht im Gegensatz zu den Menschenrechten, die in der Verfassung fest verankert sind. Korruption spielt noch immer eine Rolle.
Wirtschaft:
Die Wirtschaft Nigerias ist vor allem abhängig von den großen Erdöl- und Gasvorkommen, von denen über 90% der Exporterlöse und 1/3 des Bruttoinlandsprodukts stammen. Die Unruhen im Nigerdelta, in denen die Ölvorkommen liegen, behindern die Wirtschaft. Auch die Infrastruktur ist unzureichend.
Die Finanzkrise hatte verheerende Auswirkungen auf die Wirtschaft Nigerias, sie wurde allerdings durch den Eingriff der Zentralbank abgemildert, sodass Bankenzusammenbrüche vermieden werden konnten.
Um auch den europäischen Markt mit Erdgas versorgen zu können, ist der Bau einer Trans-Sahara Pipeline geplant.
Etwa 60% der Bevölkerung ist in der Landwirtschaft beschäftigt, in ländlichen Gebieten sogar bis zu 90%. Sie macht 40% des BIP aus und das Wachstum der Landwirtschaft ist überdurchschnittlich hoch.
Dennoch lebt mehr als die Hälfte der Bevölkerung von weniger als 1 USD pro Tag.
Probleme:
· Wirtschaftliche Abhängigkeit von Öl- und Gasvorkommen
· Ethnische Konflikte
· Armut
· Bevölkerungsexplosion
Unsere Erfahrungsberichte sind zurzeit noch in Arbeit, so dass wir euch mit aktuellsten Informationen zu unseren neuen Freiwilligenprojekten versorgen können. Ihr müsst euch also noch etwas gedulden, aber wir versprechen euch, dass es sich lohnen wird!
Unser Videomaterial wird zurzeit noch gedreht. Einer unserer Mitarbeiter sich auf eine monatelange abenteuerliche Reise begeben um für euch hautnah dabei zu sein. Also das Warten lohnt sich, denn es werden Videos von neuen Ländern wie Benin, Mali, Namibia, Botswana, Tansania dabei sein sowie auch von Südafrika, Ghana, Kenia, Ecuador, Venezuela und vielen weiteren Ländern.
Gerne beraten wir dich bei einem persönliches Gespräch.
Telefon: 030-20238411